ROLF VÖLKEL


Buchautor | Abenteuer, Biografien, Reiseliteratur ...


Fünfzehn Jahre Sibirien

Der Hitlerjunge Willi Nagel wurde im Jahr 1944 zum Wachdienst eingeteilt. Hungrige Städter begehen immer wieder Einbrüche. Ein Dieb will fliehen, sein Vorgesetzter ruft: ,,Schieß“. Willi legt an und drückt ab. Auf die Dorfstraße stürzt ein Mann. Es ist ein russischer Zwangsarbeiter, der Hunger hat. Nach Einmarsch der Russen wird Willi verhaftet und zum Tode verurteilt. Später Begnadigung zu fünfzehn Jahren Zwangsarbeit in Sibirien, mit Abtransport im Viehwaggon. Der Sträfling arbeitet zunächst beim Straßenbau, dann in einem Kohlebergwerk, bei Wassersuppe und Brot. Ein wenig Rattenfleisch ist die einzige Kraftnahrung. Willi wird im Kohlebergwerk schwer verletzt. Er verliebt sich auf der Krankenstation in eine georgische Krankenschwester, die von ihm ein Kind erwartet. Sie stirbt kurz nach der Entbindung. Nach 15 Jahren reist Willi an das Schwarze Meer zu seinem Kind, was ihren Vater sehnlichst erwartet. Ein Jahr später fliegt der Vater, mit der kleinen Natascha, zurück nach Deutschland. Zur Einschulung spricht sie perfekt Deutsch. Wenn Willi nicht ständig so furchtbare Hungeranfälle plagen würden, wäre er ein Bürger wie jeder andere ...

Fünfzehn Jahre Sibirien, Rolf Voelkel

Leidens- und Liebesgeschichte

Rolf Völkel | Fünfzehn Jahre Sibirien

Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich, oder direkt beim Verlag zu bestellen: tredition

ISBN Print (Hardcover) 978-3-7469-6737-0 (19,99 Euro)
ISBN Print (Paperback) 978-3-7469-6689-2 (13,99 Euro)
ISBN e-Book 978-3-7469-6691-5 ( 2,99 Euro)

Leseprobe

Geschunden und missbraucht

Häusliche Gewalt ist das Schlimmste, was einem Kind oder Jugendlichen widerfahren kann, zumal es einem persönlich betrifft. Herrgott wo bin ich hingeraten, soeben gibt Franz zum Besten, das Produkt eines Versehens zu sein. Wie besoffen beide in der Silvesternacht waren, als ungewollt dieser lästige Esser gezeugt wurde. Sogar meine Schwester lässt sich von deren Hass anstecken: ,,Mullevus“, nennt sie mich. Was das bedeutet, kann das Mädel nicht erklären, Hauptsache es klingt verächtlich. Warmes Wasser in der Waschschüssel ist verboten. Alles kostet viel Geld, Wasser zu erwärmen, eine Küche zu heizen, vor allem das viele Brot was vertilgt wird. Dafür könnte man ein Schwein füttern. Wir Geschwister gehen in diesen Notzeiten mit Mutter Hildegard zum Ähren lesen, Kartoffeln stoppeln und Zuckerrüben klauen. Während unser Vater als selbstständiger Tischler im Keller werkelt. Manchmal wird auch die Reparatur eines Kinderstuhls fertig. Das Geld reicht nicht hinten noch vorne aus, wir nagen am Hungertuch. Von den Einnahmen bleibt nichts übrig für die Familie. Alles ist weggeschlossen, das Brot, die Marmelade, auch der selbst gemachte Rübensaft. Wo kommen wir hin, wenn so viel gefressen wird. Immer wieder benutzt mich Franz, für seine Amateurfirma, als Arbeitskraft. Ein ungemein herzlicher Vater, der nicht so oft zuschlägt. Dafür umklammert er mit beiden Händen den Hals und drückt die Kehle zu. Eines Tages werde ich das Monster töten. Als Zwölfjähriger fehlt mir noch die Kraft dazu. Wer weiß, ob es jemals gelingt das Erwachsenenalter zu erreichen, wenn die mir ständig nach dem Leben trachten. Manchmal funktioniert das mit einem Stromschlag an defekten Kabeln, dann bricht eine Sprosse der Leiter. Bei der letzten Reihenuntersuchung in der Schule wurde Unterernährung festgestellt, mit Verdacht auf Tuberkulose ...

Geschunden und missbraucht, Rolf Voelkel

Häusliche Gewalt

Rolf Völkel | Geschunden und missbraucht

Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich, oder direkt beim Verlag zu bestellen: tredition

ISBN Print (Hardcover) 978-3-7428-8962-3 (19,99 Euro)
ISBN Print (Paperback) 978-3-7482-8961-6 (12,99 Euro)
ISBN e-Book 978-3-7482-9863-0 ( 2,99 Euro)

Leseprobe

Autor Rolf Völkel
Über mich

Rolf Völkel, geb. 1938 in Naumburg
Abschluss 10.Klasse
Lehre im Metallberuf, Fachschule
Tätigkeit als Lehrausbilder in einer polytech. Berufsschule
33 Jahre Inhaber einer Firma
z.Z. im Ruhestand

Mein Name ist Rolf Völkel. Ich schreibe nicht um mir den Frust von der Seele zu nehmen, aber die Last die ich durch schreckliche Erlebnisse trage. Natürlich schultert jeder sein Schicksal und ich will mich auch nicht bei dem da oben beklagen, doch langsam reicht es. Ganz bestimmt schreibe ich gern und es macht mir auch Spaß, denn mein Ideenreichtum scheint unerschöpflich.

Rolf Voelkel, Buchautor, Naumburg /Saale

Rolf Völkel, Buch-Autor

Rolf Völkel schreibt in seinem Ruhestand Bücher. Sein Hauptthema sind Abenteuerliteratur sowie Biografien, Erinnerungen und Reiseliteratur.